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Inhalt:
06.01.2025

Dreikönigsaktion

Drei Tage waren die Sternsinger in der Pfarre Stainz unterwegs, um Spenden für die Dritte Welt zu erbitten. "Ihr habt Freude in die Häuser und Wohnungen gebracht", bedankte sich Pfarrer Marius Enăşel bei 31 Kinder- und zwei Erwachsenengruppen. Als stolzes Ergebnis vermeldeten Martha Schriebl und Gerhard Mochart als Organisationsduo 23.143,90 Euro.

Gerhard Langmann

Der Gottesdienst am Tag der Heiligen drei Könige stellte den Höhepunkt der dreitägigen Sammeltour durch die Häuser und Wohnungen der Pfarre Stainz dar. 31 Kinder- und zwei Erwachsenengruppen waren unterwegs, um Spenden für Hilfsprojekte in Armutsregionen dieser Welt zu erbitten. So wie sie von Haus zu Haus gewandert waren, zogen sie geschlossen in die Pfarrkirche ein. „Vor dem Altar machen wir gemeinsam eine Kniebeuge“, bekamen die Könige von Pfarrer Marius Enăşel vor dem Pfarrheim noch eine letzte Instruktion.

Durch die Verwendung von Weihrauch wurden zunächst der Hauptaltar und der Seitenaltar mit der Krippe gereinigt und geheiligt. Mit dem „Ihr Kinderlein kommet“ stimmten Peter (Hackbrett), Paul (Steirische) und Organist Peter Long-Thu Bui die Besucher auf das weihnachtliche Thema ein. „Wir feiern das Fest der Erscheinung des Herren“, betonte der Pfarrer, dass Gott für alle Völker auf die Welt gekommen ist.

 

Suche nach etwas Großem

Nach der Lesung von Veronika Diestler ging es im Evangelium um jene Sterndeuter, die König Herodes einst zu sich gerufen hat, um sich über das neugeborene Kind zu informieren. Von einem Stern geführt, stießen die Weisen tatsächlich auf den Stall und huldigten dem Jesuskind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Sie kehrten aber nicht mehr zu König Herodes zurück. „Sie suchten nach etwas Neuem, etwas Großem“, deutete Marius Enăşel in seiner Predigt den Aufbruch der Sterndeuter als Versuch, die Sicht zu weiten und dem Dunkel der Welt etwas entgegenzusetzen.

„Gottes Heil gilt in aller Welt“, sei die Botschaft auch an dem Glauben Fernstehende gewandt. „Diese frohe Botschaft“, so der Pfarrer, „haben die Könige in die Häuser getragen.“ Sie könne sich auswirken, indem man Armen etwas abgibt, indem man Gutes spricht, indem man Verfolgte schützt. „Er sucht uns“, betonte er, dass Gott jederzeit in der Nähe ist. Die Arbeit im Glauben, so der Pfarrer, beginne erst in der Zeit nach Weihnachten.

Dank an alle Mitwirkenden

Mit „Stern über Bethlehem, zeig‘ uns den Weg“ trugen die Sternsinger jenes Lied vor, das sie in die Familien getragen haben. Jonathan, Armin, Alex und Fabian legten mit den dazu gehörigen Sprüchen nach, bevor Lorenz, Gloria, Xaver, Matthias und Emily, begleitet von Ulrike Herzmaier und Heike Seiner-Treffler, die Fürbitten sprachen: Mach, dass die Spenden Gutes bewirken und für eine bessere Zukunft sorgen! Zum Vater unser versammelte Pfarrer Marius Enăşel alle Kinder um den Altar.

Und er reichte allen Kindern die Kommunion oder zeichnete ihnen ein Kreuz auf die Stirn. Nach der Messe bedankten sich Martha Schriebl und Gerhard Mochart als Organisationsteam bei allen Mitwirkenden und allen Sponsoren der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar. „Ihr habt eure Freizeit geopfert“, betonte er, dass die Besuche Freude in die Häuser gebracht haben. Zum Abschluss das Ergebnis der Bemühungen: 23.143,90 Euro. Nach dem Gruppenfoto bekamen die Kinder ein süßes Dankeschön nachgereicht.

Bilder und Text: Gerhard Langmann

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Sternsinger
Gestern, Heute, Morgen

Als ich vor über 50 Jahren gebeten wurde, als Begleitperson bei den Sternsingern mitzugehen, war das für mich ungewohnt und neu. Mit drei Königen und einem Sternträger ging es vom Pfarrheim Stainz los. Dort hatten schon fleißige Helfer Gewänder, Kronen, Sterne und Kassen, etwas Weihrauch und Kreide gerichtet.

Wir waren für Stallhof Fabrik und Stallhof Dorf eingeteilt. Die Kinder kannten sich untereinander, und das war gut so – aber nicht für mich. Am Anfang war ich das sprichwörtliche fünfte Rad am Wagen. Doch von Haus zu Haus wurde unser Team besser, und ich bewunderte den Eifer der Kinder. Ich hatte den Vorteil, viele von den Menschen, die wir besuchten, zu kennen und so oft einen größeren Geldschein zu ernten.

Wir sahen freundliche, traurige und mürrische Gesichter. Die Kinder hatten oft auch ihre sehr pointierte Meinung dazu, verloren aber nie den Mut, weiterzumarschieren. Bei den Wohnhäusern mit vier Etagen sagte unser Kleinster: „Ah, da läuten wir auf jeder Etage bei allen Türen zugleich, da brauchen wir nur einmal singen.“ Eine gute Idee, denn alle Türen öffneten sich gleichzeitig, weil ja die Nachbarn wussten, wer zu Hause war.

Zur Mittagszeit waren wir bei einer Gastfamilie zum Essen eingeladen. Da wurde es schon lustig und lauter. Nach dem Essen war der Neustart etwas zäher, aber mit ein paar Tricks ging es doch gut weiter. Leider gab es auch verschlossene Türen, die die Kinder mit Mutterwitz kommentierten. Das war für mich oft belastend, da die Opferbereitschaft der ganzen Gruppe doch einem guten Zweck diente.

Beim Heimmarsch waren Müdigkeit, aber auch viele schöne Begegnungen und einiges an Geld für Dritte unser Lohn. Angekommen im Pfarrheim, wurde zuerst das Geld gezählt und mit dem Ergebnis vom Vorjahr verglichen. Zur Freude aller wurde festgestellt: Es war mehr als im Vorjahr. Zufrieden ging es an die Würstl und Kekse.

Für mich war es eine der schönsten Erfahrungen, die ich machen durfte, wenn Kinder und Erwachsene mit guten Gedanken und viel Arbeit um des Himmels Lohn für Schwestern und Brüder ein bisschen Not lindern.

Ich hoffe, meine Überschrift Gestern, Heute, Morgen stimmt immer noch und bewegt uns Christen, den Stern in unserer Welt leuchten zu lassen.

Alois Haagen, ehem. Pfarrsekretär in Stainz
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ – E. Kästner


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