Maria Himmelfahrt

Der Große Frauentag – in der katholischen Diktion Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel – wird in der Bevölkerung mit Kräutern, Düften und weibliche Fürsorge assoziiert. Das kam auch im Gottesdienst in der Pfarrkirche Stainz zum Tragen, ganz zentral wurde aber die Gestalt der Gottesmutter in den Fokus gerückt. Das bezog sich gleichermaßen auf den Gang zum Marienaltar, das Liedgut (Auftakt „Glorwürd’ge Königin“), die Lesung (ein Zeichen vom Himmel), das Evangelium (Begegnung mit Elisabeth) und die Predigt von Pfarrer Marius Enăşel.
Als Messdiener fungierten Ferdinand Althaller, Robert Langmann, Johann Lienhart, für den musikalischen Rahmen war die „Plaschg-Band“ mit Kerstin Fließer, Pfarrer i.R. Andreas Gerhold, Bettina Herunter, Ulrike Herzmaier, Gottfried Unterweger und eben Dominikus Plaschg zuständig. „Sie nimmt unsere Sorgen auf sich und bringt sie zu Jesus“, beschrieb der Priester die Lebensweise von Maria, „von der wir uns anspornen und ermutigen lassen sollten, da sie uns zu Jesus bringt.“
Büschel bewahren vor Unheil
„Festtage sind immer ein Anlass nachzudenken“, bezog der Priester den Frauentag in diese Sichtweise ein. Die Aufnahme Marias in den Himmel zeige, dass Gott an jedem Einzelnen von uns – und zwar in seiner Gesamtheit - Interesse hat. „Er will uns ganz und gar nahe bei sich haben“, betonte er, das Leben von Maria als Geschenk Gottes an uns Menschen und als Haus für uns alle zu sehen. Der Brauch, am Feiertag Maria Himmelfahrt wohlriechende Kräuterbüschel zu binden, sei auf den Umstand zurückzuführen, dass aus dem Grab Maria der Duft von Blumen und Kräutern entströmt sei.
Nach den von Bürgermeister a.D. Walter Eichmann gesprochenen Fürbitten (Aufzeigen eines Weges, den auch wir nehmen können) und der Kommunion kam Pfarrer Marius Enăşel zur Segnung der vor dem Altar in Körben bereitgestellten und den von den Messebesuchenden mitgebrachten Kräuterbüscherln. Was waren die gängigsten Heilkräuter? Arnika, Goldrute, Johanniskraut, Lavendel, Oregano, Schafgarbe, Wegmalve, Wermuth und Zitronenmelisse. Mit Kräutern hatte auch das Samensackerl zu tun, das an die Gäste als Einladung zum Pfarrfest am 31. August ausgegeben wurde.
Bilder und Text: Gerhard Langmann