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Inhalt:
12.10.2025

Erntedankfest

Die Erntedankkrone war zwar am größten, die Besuchenden legten aber auch viele kleinere Gaben am Altar ab. Pfarrer Marius Enăşel sprach von etwas Geschenkhaftem, das den Produkten anhafte. Die Krone wurde von der Landjugend Rassach-Georgsberg gestaltet.

Gerhard Langmann

Der Gottesdienst zum Erntedankfest zählt in Stainz immer zu den großen Ereignissen im Jahreslauf. Auch heuer war die Kirche voll, als Volksschulkinder, eine Abordnung des Kameradschaftsbundes Stainz mit Fahnengruppe, Jan Haas mit seiner „Steirischen“, die Landjugend Rassach-Georgsberg mit der Erntekrone, die Ministranten, Pfarrer Marius Enăşel und viele Menschen mit Gaben in der Hand feierlich in das Gotteshaus einzogen.

„Wir danken für die Früchte der Erde“, segnete der Pfarrer die vor dem Altar abgelegten Produkte, die – wie er meinte - trotz der Arbeit, die mit ihrer Herstellung verbunden ist, etwas Geschenkhaftes an sich haben. Sie seien aus dem Drang, sich die Erde untertan zu machen, für die Menschen entstanden. Die musikalische Umrahmung lag an diesem Sonntag in den Händen der Volksschulkinder und von Organist Alexander Schmidleithner. Als Kantorin fungierte Andrea Ruppert-Flanyek.

Liebe im Mittelpunkt

Nach der Lesung von Bürgermeister a.D. Walter Eichmann und dem Evangelium, in dem es um die Rettung von zehn Aussätzigen durch Jesus Christus ging, gestaltete Pfarrer Marius Enăşel die Predigt zu einem Teamwork mit den Volksschulkindern. Was siehst du da vor dem Altar? Äpfel, Kuchen, Reis, Karotten, Brot. Isst du auch Ketchup und Nutella? Ja, hin und wieder. Wer kocht bei euch zuhause? Die Mama. Kommt der Apfel vom Supermarkt? Nein, vom Baum. Was kann man aus all den Gaben schließen? Dass Gott uns liebt und will, dass es uns gutgeht. Exakt so, wie es auch die Eltern tun, die Wohnung, Essen und Trinken liebevoll zur Verfügung stellen.

Diese Liebe mache auch, dass man Dinge, die man nicht ganz so gernhat, trotzdem isst. Diese Liebe zu spüren, so der Pfarrer, sei eine Herausforderung für jeden Einzelnen von uns. In den Fürbitten von Susanne Bäuchler ging es um das tägliche Essen, die gerechte Verteilung und das Achten auf die Umwelt. Die mitgebrachten Früchte werden dem Vinzimarkt Deutschlandsberg zugestellt.

Dank an alle Mitwirkenden

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Marius Enăşel bei allen Mitwirkenden des Erntedankfestes. Applaus erbat er für die Volksschulkinder, die Mitglieder der Landjugend Rassach-Georgsberg und die Gestalterinnen des Blumenschmucks Aloisia Beck, Maria Freiding und Maria Ruhri. „Wir sind einen ganzen Abend zusammengesessen“, verriet LJ-Obmann Benjamin Höller, dass in der Erntekrone gut drei Stunden Arbeit stecken.

Verarbeitet wurden – wie Leiterin Alyssa Zach informierte – Roggen-, Weizen-, Hafer-, Hirse- und Weizenähren sowie Maiskolben und Buchsbaumzweige. „Für uns ist das eine große Ehre und Freude“, versicherten die Mitglieder, dass es im nächsten Jahr wieder eine nett gestaltete Erntekrone geben wird. Nach der Messe ging es hinaus auf den Schlossplatz zur Agape des Pfarrgemeinderates.

Bilder und Text: Gerhard Langmann

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