Kindermette

„Er ist endlich da“, freute sich Diakon Robert Langmann in seiner Einleitung über den Schnee, aber auch über die Möglichkeit, mit der Geburt von Jesus Christus etwas Wunderbares feiern zu können. „Das Kind in der Krippe wurde zum Retter der Welt“, betonte er, dass damit Licht in die Welt gebracht worden ist. Nach dem von Juliane vorgetragenen Evangelium fragte Ulrike Herzmaier, ob denn Weihnacht jedes Jahr Wirklichkeit wird. Wo wohnt Gott? „Dort, wo man ihn einlässt“, beantwortete sie die Frage selbst.
Um hinzuzufügen, dass dies bei all der Betriebsamkeit gar nicht so leicht sei. Diese vorweihnachtliche Aufregung war wohl auch der Grund, auf jemand ganz Wichtigen vergessen zu haben. Felix und Veronika kündigten ihn aber explizit an – den Esel im Stall, der ganz verunsichert war wegen der Vorkommnisse, die damals passierten. Josef (Valerie) und Maria (Marlene) hatten beim Wirt (Felix) eine Herberge gesucht, aber keinen Einlass gefunden.
„Die kommen ganz ungeniert in meinen Stall und bringen hier ein Kind zur Welt“, gab sich das Grauchen ziemlich ungehalten. Als dann aber die Engel (Isabella, Paula) die frohe Botschaft verkündeten und die Hirten (Laurin, Lukas, Maximilian) zur Anbetung kamen, dämmerte ihm die Tragweite des Geschehens. „Ärgerlich, dass ich ihn angemotzt habe“, wandelte sich sein Unmut in unbändigen Stolz: „Es hat mich sogar angelächelt.“
Stille Nacht, Heilige Nacht
Mit dem „O du fröhliche“ stimmte das Musikensemble Dominikus Plaschg (Gitarre), Ulrike Herzmaier und Edith Triendl (Gesang) in die freudige Stimmung im Stall von Bethlehem ein. Pass‘ auf die Welt auf! Beschütze die Kinder, die Eltern, die Armen! Schenke uns Frieden! Die Hirten deponierten beim neugeborenen Kind ihr Bitten, die von allen Kindern in der Kirche (viele hatten sich vor dem Altarraum auf den Boden gesetzt) durch das gemeinsam gesungene Lied „Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit“ verstärkt wurden.
Lana, Lukas, Juliane und Serafine verpackten ihre Wünsche für die Kinder, die Familien und für alle Menschen in den Fürbitten: Begleite uns auf dem Weg zu einem erfüllten Leben! Wir bitten dich, erhöre uns! Nach dem Segen bedankte sich der Diakon bei allen Mitwirkenden und allen Besuchenden für ihr Engagement. Das allgemein gesungene „Stille Nacht, Heilige Nacht“ bot in der abgedunkelten Pfarrkirche einen stimmungsvollen Abschluss der Kindermette.
Bilder und Text: Gerhard Langmann