Deutsche Messe Franz Schubert

Der Einzug der Musiker und Musikerinnen in den Altarraum der Pfarrkirche wurde nicht – wie bei anderen Konzerten – mit Applaus begleitet. Den und den herzlichen Dank von Pfarrer Marius Enåşel gab es erst am Ende des Gottesdienstes. Nach einer letzten Tonprobe konnte es für den von Kapellmeister Robert Orthaber geleiteten Klangkörper losgehen. Die Ministrantenschar und Zelebrant Marius Enåşel betraten über die Seitenkapelle den Altarraum.
„Tod und Sterben sind in unserem Leben allgegenwärtig“, betonte der Pfarrer in seiner Einleitung, dass Nichts auf dieser Welt von Bestand ist und dass ein ewiges Leben einzig durch Jesus Christus möglich ist. Nach den von Kerstin Fließer vorgetragenen Kyrie-Rufen ging es in der Lesung von Sophie Scheucher um das Öffnen der Gräber und die Hingabe des Geistes. Das Evangelium hatte die Auferweckung von Lazarus und die Verherrlichung Gottes zum Inhalt.
Herausforderndes Konzert
In seiner Predigt versuchte sich der Pfarrer in der Erklärung von zwei vermeintlichen Widersprüchen im Evangelium. Warum wartet Jesus ab, obwohl ein Freund schwer krank ist? Wieso erweckt Jesus „zwischendurch“ einen Menschen zum Leben, wenn das von der Schrift nur am Ende der Welt vorgesehen ist? „Er will uns zum Glauben führen“, beantwortete er die Fragen selbst. Um anzufügen, dass der Ruf „Lazarus, komm!“ jeden von uns angehe und Mut geben solle, Beziehungslosigkeit für sich und die Mitmenschen nicht zuzulassen.
In den Fürbitten von Lucia Klein und Hanna Klein war von ausreichend Zeit für sich selbst und andere Menschen die Rede. Warum wählte der Musikverein die Pfarrkirche für sein erstes Konzert im Jahr? „Ambiente, Akustik und Umfeld sind einmalig“, betonte der Kapellmeister, dass Konzerte in der Pfarrkirche dennoch immer eine große Herausforderung darstellen. Der Musikverein sei öfter bei kirchlichen Anlässen im Einsatz, den Innenraum bespielen zu dürfen, habe aber eine eigene Qualität. Gespielt wurde die Deutsche Messe von Franz Schubert, eingebaut waren aber auch eigene Choräle oder das bekannte „Jesus Christ Superstar“.
Bilder und Text: Gerhard Langmann