Palmsonntag

Meisterleistung von der LJ Rassach-Georgsberg: Der heurige Palmbusch'n maß stolze 17 Meter.
Die Burschen der Landjugend Rassach-Georgsberg hatten schwer zu tragen, das 17 Meter-Monstrum von einem Palmbuschen zu schultern. Etwas leichter wurde die Last durch die Begleitmusik von Willly Pichay auf seiner „Steirischen“. Etliche Wochen hatten die LJ-Mitglieder Palmzweige, Buchsbaum- und Goldregenzweige gesammelt und im Dunkel deponiert, um sie dann zu einem stattlichen Palmbuschen zu binden.
Zur Kirche gekarrt wurde er auf einem von einem Landini Bj. 1956 gezogenen Nachläufer, die Mädchen und Burschen der Landjugend fuhren nobel auf einem Anhänger, der von einem Steyr 15 gezogen wurde. „Da sind wir mittlerweile gut eingeschossen“, verrieten Obmann Mathias Klinger und Ortsleiterin Alyssa Zach, dass die Bindearbeiten an einem Abend erledigt waren. Nach der Segnung in der Pfarrkirche wird der Busch’n beim Buschenschank „Wuscht“ Reinbacher seine vertikale Aufstellung an einem Lichtmasten finden.
Segnung der Büscherl
Nach dem Einzug mit Pfarrer Marius Enåşel, Diakon Robert Langmann und der ansehnlichen Ministrantenschar wurde der Palmbuschen in der Kirche abgelegt. „Die Zweige sollen an die Freude und den Dank an Jesus Christus erinnern“, erinnerte der Zelebrant an den seinerzeitigen Einzug in Jerusalem und den Jubel der Menschen. „Der Palmsonntag ist das Eingangstor zur heiligen Woche“, fügte er an, dass der Begeisterung der armen Menschen bald die Wut der herrschenden Eliten gefolgt ist.
Aus dem Hosianna, so der Pfarrer, wurde ein Tötet ihn! „Wir gehen die schwere Zeit mit ihm“, bezeichnete er die Palmzweige als Zeichen der Liebe und der Neuorientierung durch Jesus Christus. Im Anschluss an das Evangelium, in dem von der Aufregung über den Einzug von Jesus in Jerusalem zu hören war, segnete Pfarrer Marius Enåşel die mitgebrachten Büscherl und die Messebesuchenden.
Das Passionsspiel
Andrea Ruppert sang die Kyrie-Rufe, Maria Theresia Reisinger sprach die Lesung, bevor Veronika Diestler, Heinz Konrad und Pfarrer Marius Enåşel als Dreigespräch die Passionsgeschichte sehr eindringlich nachspielten. „Ich wasche meine Hände in Unschuld“, übergab Pontius Pilatus Jesus den Häschern, um dafür aber den Räuber Barrabas freizulassen. Sehr realistisch wurde die Demütigung von Jesus im Tempel und der Marsch hinaus auf Golgotha bis hin zur Kreuzigung und dem Tod nach der neunten Stunde dargestellt.
Das anschließende Erdbeben ließ alle Betreiber der Hinrichtung erahnen, dass sie sich an einem Falschen vergriffen hatten. Nach dem Passionsspiel war es Stille, mit der sich die Gläubigen des Ablaufs vor 2.000 Jahren erinnern sollten. „Wir bringen Jesus überall hin“, bat der Pfarrer die Menschen für die Kommunion auf ihren Sitzen zu bleiben und auf die Kommunionspender zu warten. Abschließend bedankte er sich bei allen Mitwirkenden zum Gottesdienst am Palmsonntag.
Bilder und Text: Gerhard Langmann