Segensfeier für die Osterspeisen bei der Kapelle in Wald

„Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen“, sprachen Pfarrgemeinderätin Martha Schriebl und Gerhard Mochart die Anwesenheit Gottes an. „Gemeinschaft und Dankbarkeit sind die Grundlagen des Lebens“, bezeichneten sie den Ostersamstag als Schwelle zwischen Kreuz und Auferstehung.
„Gott ist da, hier und jetzt“, wiesen sie nach dem „Lobet den Herren“ auf die Kraft der Gemeinschaft und die Annahme der Gegenwart Gottes hin. „Er hat das Dunkel des Todes durchbrochen“, hieß es in den Kyrie-Rufen, während es im Evangelium um das Erscheinen des Engels und die Beauftragung von Maria Magdalena ging, den Jüngern von der Auferstehung zu berichten. In einigen Gedanken dazu versuchte Gerhard Mochart die Spannung zwischen dem entspannten Engel und den ängstlichen Frauen aufzulösen.
Körbe in der Kapelle
„Er hat uns gezeigt, wie wir leben sollen“, schritt das Zelebrantenteam anschließend zur Segnung der im Altarraum in Körben abgestellten Osterspeisen. Zug um Zug sprachen sie die Speisen und die Zutaten und ihre christliche Bedeutung an: Fleisch als Zeichen des Osterlamms, Brot als Zeichen des Lebens, Eier als Zeichen der Sprengung des Felsengrabs, Kräuter und Kren als Zeichen des Wohlgeruchs der Liebe Gottes und Salz als Zeichen für die Berufung aller Menschen.
„In Marhof hat es nicht ganz funktioniert“, stimmten Martha Schriebl und Gerhard Mochart das „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ nicht als Kanon an. Keine Probleme gab es in dieser Hinsicht beim gemeinsam gesprochenen Vater unser. „Wir danken für das Kommen und wünschen ein gesegnetes Osterfest“, versicherten sie, dass alle Spenden für Aufgaben der Pfarrgemeinde verwendet werden. Treuherziger Nachsatz: „Im nächsten Jahr versuchen wir es wirklich mit dem Kanon.“
Bild und Text: Gerhard Langmann