Fronleichnam

Der Seniorenchor Stainz mit Leiterin Barbara Klug umrahmte mit den „Steirischen Mundartliedern" zur Messe von Franz Koringer den Gottesdienst, der von Pfarrer Marius Enåşel unter Assistenz von Diakon Robert Langmann und einem großen Ministrantenteam zelebriert wurde. „Es ist ein Stück Brot, in dem wir Jesus begegnen“, bezeichnete der Pfarrer das Wort Gottes als jenen Ansatz, nach dem die Christenheit lebt. Nach der Lesung von Inge Eichmann ging es auch im Evangelium um jenes Brot, das vom Himmel herabgekommen ist und als wahrhaftige Speise das ewige Leben bedeutet.
„Fronleichnam soll kein kirchlicher Sport sein“, kam Pfarrer Marius Enåşel in seiner Predigt auf jene Prozession zu sprechen, in der alles bis auf das Letzte vorbereitet war und erst ein Ministrant den Pfarrer auf das Fehlen der Hostie in der Monstranz aufmerksam machte. „Das Wesentliche hat gefehlt“, stellte der Prediger die Frage, ob die Abwesenheit Gottes immer bemerkt werde. „Lassen wir ihn herein“, lud er ein, Gott bei sich wohnen zu lassen. Auch bei den von Bürgermeister a.D. Walter Eichmann gesprochenen Fürbitten ging es um das Finden des richtigen Weges.
Die Prozession
Nach dem Gottesdienst ging es hinaus zur ersten Station bei den Heiligenfiguren vor dem Schlosseingang. Die Marktmusikkapelle Stainz mit Stabführer Michael Ninaus begleitete zum Lied „Deinem Heiland, deinem Lehrer“, bevor Valentin Orthaber das Evangelium vortrug, in dem es um die Beistellung von Nahrung für Menschen, Tiere und die Natur durch Gott ging. Die von Tobias Grünewald gesprochenen Fürbitten hatten eine lebendige kirchliche Gemeinschaft zum Mittelpunkt. Der Segen bei allen Stationen wurde erbeten für alle Menschen, deren Arbeit und die Früchte der Erde.
In der Reihenfolge Kreuzträger (EHBI Wolfgang Kumpusch), Musikkapelle, Kameradschaftsbund Stainz (Kommandant Johann Pitter), Kinder (mit Pfingstrosenblättern zum Ausstreuen), „Himmel“ (Volkstanzgruppe Stainz mit Obmann OSR Peter Nöhrer, Feuerwehren Ettendorf und Stainz unter dem Kommando von ABI Markus Schauer) und alle Gottesdienstbesucher (darunter Bürgermeister Karl Bohnstingl, die Vizebürgermeister Dipl.-Ing. Christoph Oswald, Mag. (FH) Friedrich Scheer MA, Gemeindekassier Markus Kainz, Vorstandsmitglied Franz Hopfgartner, etliche Gemeinderäte, Direktor Christian Kümmel) ging es hinunter auf dem Hauptplatz zur zweiten Station vor dem Kaufhaus Ulz. Schön zu sehen war, dass viele Fenster, Toreingänge und Gebäude festlich geschmückt waren. Für eine sichere Wegführung zeichnete die Polizei Stainz verantwortlich.
Letzte Station Schlossplatz
Um „Nehmt und esst“ drehte sich der Inhalt des Evangeliums, das von Robert Langmann gelesen wurde. In den von Vizebürgermeister Christoph Oswald gesprochenen Fürbitten stand der Einsatz von Politik und Wirtschaft zugunsten armer Menschen im Fokus. Nach dem „Gegrüßet seist du, Maria“ folgte wieder der Fronleichnamssegen durch Pfarrer Marius Enåşel. Station drei bildete der Platz vor der Mariensäule, wo eingangs wieder zwei Strophen des Liedes gesungen wurden. Das Evangelium zum Thema „Ich werde euch Ruhe verschaffen“ wurde von Sophie Scheucher vorgetragen, während die Fürbitten, die den Einsatz der Menschen für das Gemeinwohl zum Inhalt hatten, von Franziska Schaar gesprochen wurden.
Den Abschluss bildete wieder die Segnung in Form des mit der Monstranz ausladend ausgeführten Kreuzzeichens. Die letzte Station vollzog sich vor der Mariensäule im Seiteneingangsbereich zur Kirche. Das Evangelium lehnte sich an den vorösterlichen Einzug von Jesus in Jerusalem an. In den Fürbitten von Franz Graf Meran ging es um Gott, der Menschen belebt und bewegt. Auch hier bildete der Fronleichnamssegen den Abschluss.
Dank an alle Helfenden
Vor dem Eucharistischen Segen bedankte sich Pfarrer Marius Enåşel bei allen Mitwirkenden zum Zustandekommen der gelungenen Feier. Er nannte alle Protagonisten:innen einschließlich Theresia Pommer (Blumenschmuck) und Maria Theresia Reisinger und ihr Team, die für die Agape des Pfarrgemeinderates verantwortlich waren und lud ein, den Festakt mit „Großer Gott, wir loben dich“ zu beschließen. Bekräftigend stimmte das Zwölf-Uhr-Geläute in den Ablauf ein.
Bilder und Text: Gerhard Langmann