Stainzer Ministrantenrunde in Partylaune

Das Wort „ministrieren“ stammt aus dem Französischen und kann mit helfen oder dienen übersetzt werden. Ministranten und Ministrantinnen stehen dem Priester bei liturgischen Handlungen zur Seite und genießen in der Pfarrbevölkerung einen hohen Ruf, weil sie sich uneigennützig in die Sache einbringen. Man wagt es kaum einzubringen: Auch ein „Minister“ im politischen Sinn unterliegt der Bedeutung nach der Anschauung des selbstlosen Dienens.
Der Pfarre Stainz und Bernhard Scheucher als Ministrantenbegleiter sind sich der Bedeutung der Helferleins bewusst und haben die Ministrantenschar zu einer Party in den Sägeweg eingeladen. Mit dabei auch Pfarrer Marius Enåşel und Diakon Robert Langmann, die sich eifrig in das Geschehen einbrachten. Gut, das Baumhaus klettern war nicht das ihre, wohl aber standen sie ihren Mann beim Uno, beim Mölkki, bei der Wasserrutsche, dem Zielwerfen und dem Frisbee-Bewerb. Dass die Spielregeln kindgerecht streng waren, musste auch Pfarrer Marius Enåşel zur Kenntnis nehmen, dem der Sieg aberkannt wurde, nachdem er das „Uno Uno“ am Schluss des Spiels nicht gesagt hatte.
Grillspezialitäten
Der Garten der Familie Scheucher gehörte ganz den jugendlichen Gästen, denen das Herumturnen im Baumhaus ganz besonders viel Spaß bereitete. Aber – na klar – wurden auch die Grillspezialitäten des Gastgebers gerne angenommen. „Bitte an den Tischen Platz nehmen!“, lautete die Einladung, bevor zu den Fruchtsäften gegrillte Würstel, Koteletts und Frankfurter serviert wurden. „Meine Eltern sind auch hier“, gab Serafine (10) unumwunden zu, sich in der Runde wohlzufühlen.
Bereits als Mini-Urgesteine dürfen sich Sophie, Josef und Florian fühlen, die seit zehn, neun und acht Jahren mit von der Partie sind. „Wir bringen die Zeit gerne auf“, nennen sie die 90-Jahre-Geburtstagsfeier von Pfarrer Alois Greiner gemeinsam mit Dutzenden von Priestern im Altarraum als ihr aufregendstes Erlebnis. Internationales Flair brachte Alexxia (9) aus Indien in die Gruppe. „Vielleicht kommt noch einer dazu“, kann sie aus den fünf Familien, die vor fünf Jahren nach Österreich kamen und seit zwei Jahren im Seniorenhaus beschäftigt sind, gleich auf sieben Ministranten und Minstrantinnen verweisen. Wie die Kinder und Jugendlichen, die ausgezeichnet Deutsch sprechen, zum Ministrieren gekommen sind? „Religionslehrerin Ulrike Herzmaier hat uns angesprochen.“
Bilder und Text: Gerhard Langmann