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Inhalt:
30.08.2026

Friedensfest

Das Augustini-Pfarrfest bekam heuer den Anstrich Friedensfest: Es standen das gemütliche Miteinander, das Zuhören und das Miteinander im Mittelpunkt. Das Programm kümmerte sich gleichermaßen um Kinder und Erwachsene.

Gerhard Langmann

Das allgemeine Gefühl der Besuchenden war klar: Es war ein gemütliches Fest! Und exakt das wollte das Team des Pfarrgemeinderates (PGR) erreichen. „Es geht um das friedliche Miteinander“, brachte Maria Theresia Reisinger die Zielsetzung, Menschen einander näher zu bringen, auf den Punkt. „Gedankenaustausch, offen aufeinander zugehen und die Meinung von anderen Menschen anhören“, so die PGR-Sprecherin, „sind ganz wichtige Bindemittel für eine intakte Gesellschaft.“

Das Gefühl, willkommen zu sein, kam auch im aparten Tischschmuck zum Ausdruck. Letztlich spielten auch die moderaten Preise für das Essen, das Trinken und die Mehlspeisen eine Rolle. Einmal mehr – auch wenn die Jahreszeit dafür nicht typisch ist - eine Besonderheit: die Augustini-Krapfen mit dem brennenden Herz des Heiligen aus Staubzucker. Der Heilige Augustinus ist ja bekanntlich neben der Heiligen Katharina der zweite Patron der Pfarre Stainz.

Etliche Abordnungen

Das Friedensfest wurde mit dem Gottesdienst in der Pfarrkirche eingeleitet. „Ich bin dankbar, dass so viele gekommen sind“, hieß Pfarrer Marius Enåşel die Besuchenden, die Vertreter der Marktgemeinde mit Bürgermeister Karl Bohnstingl, die Evangelische Kirche mit Pfarrer László László, den Kameradschaftsbund Stainz mit Obmann Franz Hopfgartner, die Abordnungen der Feuerwehren mit HBI Robert Eibl, die gräfliche Familie Angelika, Franz Meran und die Vertreter der örtlichen Schulen, Vereine und Betriebe sowie die Ensembles der Musikschule Stainz mit Direktor Josef Deutschmann und Dominikus Plaschg herzlich willkommen. In seiner Predigt stellte der Zelebrant das Wirken des römischen Bischofs in den Mittelpunkt. „Er stellte den Glauben in den Mittelpunkt seines Tuns“, betonte er, dass die Schriften des römischen Bischofs beispielgebend waren für alle westlichen Kirchen. Bezeichnend für sein Wesen: Er ließ sich mit 33 Jahren in einer Osternacht christlich taufen. Die Bilder an der Decke der Pfarrkirche zeigen mehrere Stationen seines Wirkens.

Musikalische Unterhaltung

Das Wesen des Friedensfestes konnte man auch im Engagement vieler freiwilliger Helfer und Helferinnen ablesen. Zum problemlosen Ablauf gehört, dass viele Stationen vom Würstelbraten, Hendl grillen über das Getränke, Mehlspeisen ausgeben bis hin zu den Abräum- und Abwascharbeiten besetzt werden müssen. Die Organisation des Bonsystems mit Selbstbedienung funktionierte recht gut.

Erfreulich: Auch die Marktgemeinde Stainz wirkte mit einem eigenen Kombucha-Stand mit. Aber auch der Unterhaltungsbereich brachte sich positiv ein. Zuerst konzertierte die Markmusik Stainz mit Kapellmeister Robert Orthaber, danach übernahm DJ Josef „Joe“ Hohensinger das musikalische Zepter. Mit seiner Moderation wandelte er auf den Spuren von Peter Alexander, Semino Rossi und Udo Jürgens, bevor er beim Alten Jäger im Silbertannental, dem Steirischen Brauch und dem Höllerhansl-Lied die volksmusikalische Ecke bediente. Am Schluss gesellte sich mit Brigitte Scheucher sogar eine Duettsängerin zu ihm.

Für Alt und Jung

Weiter im abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm: Für die Kinder stand die Pfarrwiese mit der Hüpfkirche und der Schmink- und Spielestation zur Verfügung. Über den Pfarrhauseingang ging es mit Guide Philipp Langmann hinauf zum Dachstuhl der Pfarrkirche und zu den beiden Kirchtürmen. Der Glockenstuhl ist mittlerweile ja in Holz ausgeführt, die größte Glocke heißt „Kathl“, die im 2. Weltkrieg als einzige der Stainzer Kirchenglocken vom Einschmelzen verschont blieb.

Eines großen Zuspruchs erfreute sich der gut ausgestattete Glückshafen. PGR-Mitglied Martha Schriebl loste zum Schluss die acht Hauptpreise aus. Platz eins, eine Skulptur von Franz Koch, ging an Marianne Fließer. Dann ein Act der feuerwehrlichen Art: Der Kranwagen der FF Stainz hatte Aufstellung genommen, um Pfarrer Marius Enåşel seinem „Chef“ etwas (zumindest 32 Meter) näherzubringen. Den beklatschten Höhenflug schaffte der Pfarrer mit Bravour. Ein Nachsatz, der ebenfalls in das philanthrope Bild passt: Franz Josef Witowetz, ein eifriger Helfer, wurde zu seinem 54. Geburtstag beglückwünscht.

Bilder und Text: Gerhard Langmann

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