Erntedank

„Er lässt die Früchte wachsen“, brachte der Pfarrer in seiner Begrüßung seinen Dank über die Gaben der Natur zum Ausdruck. Anschließend segnete er die auf dem Altar aufgeschichteten Sackerl der Kinder und die im Leiterwagerl aufbewahrten Gaben der Bäuerinnen mit Vertreterin Karin Simon vor dem Altar. Alle Gaben werden direkt an den Kostnix-Laden in Pichling und den Vinzi-Markt in Deutschlandsberg weitergegeben.
Nach dem von Kantor Harald Schneeberger und Organist Michael Rexeis begleiteten Gloria sprach Astrid Harzl in der Lesung von jenem Gott, der den Tod für immer verschlungen und alle Schande entfernt hat. „Die Erde bringt selber die Frucht“, verglich Diakon Robert Langmann im Evangelium das Reich Gottes mit einem Mann, der die Samen aussät und in der Folge erntet.
„Erntedank hat mit Gott, den Menschen und der Natur zu tun“, sprach Pfarrer Marius Enåşel in seiner Predigt von Gottes Wohnung im Himmel. Er sei der Schöpfer der Welt, der das Brot schenkt. In seine Predigt baute er die im Altarraum sitzenden Kinder ein. Was braucht man zum Essen? Gemüse, Äpfel, Kürbisse und Brot. Wer bereitet daheim das Essen zu? Die Mama und manchmal der Papa. „Die Zubereitung bedarf viel an Arbeit“, kam er auf jene Menschen zu sprechen, die kein oder wenig Essen haben.
Was kauft ihr mit eurem Taschengeld? Spielzeug, Süßigkeiten, Schokolade. „Draußen ist es bitter kalt“, zeigte er das Schicksal jener Menschen auf, die kein Dach über dem Kopf haben. „Daher“, so seine Schlussfolgerung, „soll man stets dankbar sein für die Gaben Gottes, die durch menschliche Hand produziert werden.
Auch in den von Emma, Eza, Lena, Leon, Lina und Serafine vorgetragenen Fürbitten ging es um die Dankbarkeit für das tägliche Essen. Bei der Wandlung und dem gemeinsam gesungenen Vater unser versammelten sich die Kinder im Kreis rund um den Altar. Nach der Kommunion und vor dem allgemeinen Schlusssegen bedankte sich der Pfarrer bei allen Mitwirkenden am Zustandekommen des Erntedankfestes und lud zur Agape des Pfarrgemeinderates auf dem Schlossplatz ein.
Bilder und Text: Gerhard Langmann